Ein Junggesellinenabschied wie man sich ihn nur wünschen kann

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Die meisten JGA’s laufen nach dem gleichen Schema ab. Meistens zittert man schon vorher, dass man am Ende albern durch eine Stadt laufen muss oder einem sogar ein Bauchladen aufgebrummt wird. Es gibt Frauen da passt es – da hat es auch Sinn und ich möchte das  gar nicht schlecht reden. Es gibt aber auch viele Frauen, da passt es eben nicht. Sie würden sich dabei nicht wohl fühlen und wünschen sich viel lieber etwas ganz persönliches das zu ihnen passt. Mir ist die Planung des Junggesellinenabschied’s als Trauzeugin auch sehr schwer gefallen, denn die Suche nach Inspirationen im Internet ist meistens eine Sackgasse.

Janine’s Junggesellinenabschied soll euch inspirieren

Janine hatte so einen schönen Tag und ich finde die Ideen der Freundinnen toll, so dass ich euch den Post von Janine nicht vorenthalten möchte (Blog: weisstraumfabrik.wordpress.com).

Ein Gastbeitrag von Janine vom Blog Weißtraumfabrik

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Janine

Wie heißt doch noch der schlaue Spruch? “I found my man, but I still need my girls!” Und genau darum ging es bei meinem tollen JGA. Nicht darum, in bescheuerten Kostümen irgendwelchen wildfremden Männern Küsse, Schnäpse oder Slips zu verkaufen und schon gar nicht darum eingeölten Feuerwehrmännern zuzusehen, wie sie versuchen meine Glut zu entfachen …

2016-janine-jga-0142Meine Trauzeugin wusste, dass solche Sperenzchen nichts für mich sind. Nicht, weil ich mich schäme und nicht traue, sondern weil das einfach so gar nicht mein Ding ist. Sie stand nun vor der Herausforderung: Was tun, damit es für alle lustig und trotzdem nicht albern wird? Sie hatte die für mich perfekte Lösung und ich war überwältigt von dem Einfallsreichtum meiner Mädels. Sie haben eine Art Schnitzeljagd für mich veranstaltet. Quer durch die ganze Stadt sind wir mit Bus und Bahn zu den Orten gefahren, die uns verbinden. Dort haben sie mir Aufgaben oder Fragen gestellt. Bei Nichtbestehen oder jeder falschen Antwort musste ich einen Kurzen kippen … ich habe ja nicht gesagt, dass es nicht feuchtfröhlich zuging, gell?

Feucht war es leider auch von oben. Der Himmel hat den ganzen Tag seine Schleusen geöffnet, was unserer Stimmung aber keinen Abbruch getan hat. Zuerst sind wir zu einem Aldi gefahren, denn meine Schwester hat mich dort mal als kleines Mädchen als Pfand beim Wagen gelassen. Ihre Fragen haben mich allerdings eiskalt erwischt. Es war einfach alles zu lange her und in Geschichte war ich schon immer eine Null 😉 Auch die Fragen meiner Schwägerin haben mir zu Denken gegeben. Das heißt, die ersten Runden der Schnitzeljagd haben mir promilletechnisch schon ganz schön eingeheizt.

 

Dann ging es ab zu meiner alten Uni – wo ich meine Trauzeugin und eine meiner Brautjungfern kennengelernt habe. Aber sorry Mädels: das war einfach, die Punkte hatte ich im Sack! Danach ging es ins Kino, wo ich während des Studiums gejobbt habe. Ich habe dort so viele Freunde gewonnen, dass meine Mädels es sich nicht haben nehmen lassen, mir kinospezifische Aufgaben aufzudrücken. Ich habe sie mit Freuden erfüllt, immerhin durfte ich mal Arschloch-Kunde deluxe sein und mit all meinen Erfahrungen aus vier Jahren Kinokasse die Kassiererin in den Wahnsinn treiben. Ich sollte fünf Minuten dort stehen und schwierig sein … nach acht haben die Mädels die Notbremse gezogen. Wir haben die Kassiererin natürlich hinterher aufgeklärt und ich habe ihr Prädikat der “schlimmsten Kundin, die sie je hatte” bekommen. Joa, Tipps anyone? Haha

Am Ende sind wir gemütlich in eine Pizzeria eingekehrt. Auf dem Weg dorthin wurden mir noch andere Fragen gestellt und eine liebe Freundin, die über Tag leider nicht dabei sein konnte, hat mich auch noch überrascht. Nach der Pizzeria ging es noch auf einen kleinen Abschluss-Cocktail in eine Bar. Mir war es sehr wichtig den Mädels etwas zurückzugeben, indem ich die Runde auf mich gehen ließ … dachte ich zumindest. Denn als ich am Montag nach dem JGA-Wochenende im Bus zur Arbeit saß und etwas in meiner Tasche suchte, zog ich nach und nach einzelne Geldscheine heraus. Die müssen mir meine Freundinnen auf dem Rückweg zur Bahn heimlich hineingesteckt haben. Vielen Dank für den unvergesslichen “genau-mein-Ding-Tag”. Ich hab euch alle lieb! Herzlichst Eure “JA”nine

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Blog: weisstraumfabrik.wordpress.com

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